Archiv für den Monat: Juni 2011

Weltreisen 2012

Wenn ich nicht so viel durch die Welt fahren müsste, um immer wieder Schiffe, Hotels und Flüge zu testen, würde ich gerne eine Weltreise machen. Ich wollte schon immer einmal die unterschiedlichsten Regionen der Welt ganz entspannt genießen. Nur dazu braucht man Zeit, etwas über drei Monate. Und die habe ich leider nicht. Da muss ich vielleicht bis zur Rente warten.

Cunard bietet 2012 zwei Weltreisen an, eine auf der Queen Mary 2 mit 108 Nächten und eine auf der Queen Elizabeth mit 111 Nächten. Die Queen Mary 2 fährt von Southampton über Südafrika nach Australien und von dort über Asien ins Mittelmeer. Die Queen Elizabeth hingegen besucht die USA, Mittelamerika, den Südpazifik, Australien, Asien und schließlich das Mittelmeer. Diese Weltreise geht sogar von Hamburg nach Hamburg!

Preislich sind die Reisen sehr attraktiv. Mit der QM2 kosten die 108 Nächte nur 14.090 Euro pro Person in einer Innenkabine, die 111 Nächte mit der Queen Elizabeth sind schon ab 14.990 Euro pro Person erhältlich. Bei der Buchung bis zum 30.07.2011 sind auch alle Trinkgelder inklusive! Mein Tipp: Nehmen Sie eine Kabine mit einem glasummantelten Balkon. Auf der QM2 ist das eine A4 oder höher (ab 24.190 Euro pro Person), auf der Queen Elizabeth ist das eine A5 oder höher (ab 23.390 Euro pro Person).

Bei meinen Kollegen von Globo erhalten Sie auf diese Weltreise 3% des Reisepreises als Bordguthaben. Für eine A5-Kabine auf der Queen Elizabeth würden Sie aktuell bei einer Doppelbelegung satte 2000 USD Bordguthaben pro Kabine bekommen (nach aktuellem Dollarkurs, dieser Wert kann abweichen).

Der Dresscode bei Cunard

Wir werden oft gefragt, wie der Dresscode bei Cunard aussieht. Allgemein gelten die Schiffe als sehr formell. Cunard unterscheidet drei Dresscodes, die auch im täglichen Bordmagazin und im Bord-TV angekündigt werden.

  • Elegant Casual: Dieser ist der lockerste Dresscode. Für Damen wird ein Kleid, Rock oder Hosen empfohlen. Für Herren ist ein Jackett vorgeschrieben, aber keine Krawatte. Jeans und Shorts sind ausdrücklich nicht erwünscht!
  • Semi Formal: Für Damen wird ein Cocktailkleid oder ein Hosenanzug empfohlen. Herren sollten einen Anzug oder ein Sakko mit Krawatte tragen.
  • Elegant: Black Tie oder dunkler Anzug mit Krawatte für den Herren und ein Abendkleid für Damen.

Der Dresscode gilt ab dem Abendessen für den restlichen Abend, beim Mittagessen kann das Restaurant auch in lockerer Kleidung besucht werden (keine Shorts!). Wer sich dem sehr formellen Dresscode nicht unterordnen möchte, kann abends im Queens Court Restaurant essen. Hierfür ist aber eine Reservierung nötig, die einen kleinen Aufpreis (etwa 10 USD pro Person) kostet.

Internet und W-Lan auf Cunard-Schiffen

Bei Cunard gibt es auf den Schiffen einen Internet-Zugang. Dieser wird allerdings per Satellit hergestellt, so dass er ziemlich langsam aber überall verfügbar ist. Der Internet-Zugang ist entweder an den Internet-Terminals in den Schiffen (mit Drucker) oder per W-Lan auch in der Kabine verfügbar. Dies gilt für alle Schiffe von Cunard, also für die Queen Mary 2, Queen Victoria und Queen Elizabeth.

Die Kosten sind sehr hoch, 15 Minuten kosten 6,75 USD, 30 Minuten 13,50 USD (Stand: Mai 2011). Für längere Reisen sind auch größere Pakete erhältlich, oft gibt es Vergünstigungen, wenn ein Paket am ersten Tag auf dem Schiff gebucht wird.

Unser Tipp: In Küstennähe gibt es auch oft Internet via UMTS. Bei Spiegel Online gibt es Tipps für den günstigsten Auslandstarif. An Land haben Sie meistens auch die Möglichkeit, mobil ins Internet zu gehen. Viele Restaurants und Cafés bieten kostenlose oder kostenpflichtige Hotspots an, die aber erheblich günstiger und schneller als das Bordinternet sein dürften.

Schnupperreise mit der Queen Mary 2 – Teil 3

In meinem letzten Beitrag wollte ich mich noch mit dem Einlaufen in Hamburg befassen. Nun denn, dann werde ich das mal tun. Ich hatte mir vorgenommen, früh aufzustehen, um möglichst viel von der Elbeinfahrt mitzubekommen. Den Lotsen habe ich verpasst, der ging schon um 3:30 in der Nacht an Bord. Als ich aufgewacht war und aus dem Fenster sah, fiel mein Blick auf – naja – das Atomkraftwerk Brokdorf.

Danach wurde es aber natürlich besser. Die Elbvororte sind von der Elbe aus gesehen sehr schön anzusehen. Wir passierten Willkommhöft, als ich gerade beim Frühstück im Queens Court saß. Danach Blankenese, der Süllberg und die Elbchaussee mit den vielen Villen und Parks. Övelgönne mit dem Museumshafen und dem Eisbrecher Stettin, dann Altona und der Fischmarkt, Landungsbrücken und zuletzt natürlich die Hafencity. Dort wurden wir mit einem kleinen Feuerwerk begrüßt, von dem allerdings wegen dem strahlenden Sonnenschein nur wenig zu sehen war.

Die Ausschiffung in Hamburg zog sich etwas hin, aber zuletzt hatte ich wieder festes Land unter den Füßen. Ich verließ die Queen Mary 2 und freue mich schon auf die nächste, hoffentlich längere, Reise.

Schnupperreise mit der Queen Mary 2 – Teil 2

Nach einer geruhsamen Nacht hatte ich die Qual der Wahl beim Frühstück. Bei Cunard kann man es sich in die Kabine bestellen, im Restaurant einnehmen oder im Queens Courd als Buffet bekommen. Letztere Variante ist die schnellste und so wählte ich diese. Schinken, Baked Beans, Obst, Joghurt, Tee und Fruchtsaft sind ein guter Start in den Tag.

Direkt nach dem Frühstück habe ich mir einen Vortrag zum Thema „Gibt es außerirdisches Leben“ angehört. Natürlich war er in englischer Sprache, aber von einem Deutschen vorgetragen. Für Gäste, die wenig Grundkenntnisse in Physik und Astronomie hatten, war er gut gestaltet. Wer aber etwas Basiswissen hatte, hätte sich rund die Hälfte des Vortrags sparen können, der aber trotzdem sehr interessant war. Mein Tipp für alle, die einen Vortrag verpassen: Viele Vorträge werden im Bordfernsehen einige Stunden später gezeigt.

Danach war Shopping angesagt, die Queen Mary 2 bietet einige Boutiquen und Shops. Etwas Schmuck, Parfum und die eine oder andere Flasche Whisky für die Herren sind günstig und steuerfrei zu erstehen.

Das Mittagessen nahm ich im Hauptrestaurant ein, es gab ein sehr gut zubereitetes Steak und einen tollen schokoladigen Nachtisch. Mit neuer Energie machte ich mich zur Schiffsbesichtigung auf. Es gibt bei jeder Fahrt viel zu sehen. Zudem war das Wetter sehr gut. Hier einige Impressionen:

Nach meiner Besichtigungstour habe ich mich ein wenig in die Sonne gelegt und gelesen. Danach gab es auch schon wieder Abendessen im Hauptrestaurant. Diesmal zartes Hähnchen und frisches Gemüse als Hauptgang und am Nebentisch wie gestern Rosé-Wein zu rotem Fleisch. Die schienen die Kombination zu mögen.

Das war es für jetzt, in meinem nächsten Eintrag werde ich über die Einfahrt nach Hamburg berichten…

Schnupperreisen auf der Queen Mary 2

Mich hat nach längerer Zeit mal wieder das Kreuzfahrtfieber gepackt und ich bin schnell mal von Southampton nach Hamburg gefahren – natürlich mit der Queen Mary 2. Cunard bietet immer wieder kurze Schnupperreisen an, die zu absoluten Sonderpreisen erhältlich sind. Oft geht es schon ab 390 Euro los – natürlich inklusive Flug und Transfer nach Southampton. Natürlich bietet sich ein kurzer Zwischenstopp in London an – dann entfällt aber der Transfer. Bei den Kollegen von Globo gibt es momentan im Blog eine Serie über Transfermöglichkeiten von London z.B. nach Southampton.

Das interessante an den Schnupperreisen ist, dass das Publikum sehr durchmischt ist. Deutsche, Engländer, Amerikaner, jüngere und ältere Leute und auch einige wenige Kinder. Ich hatte mir vorgenommen, mich zu entspannen, aber man wird ja doch immer vom umfangreichen Bordprogramm eingeholt. Schon nach dem Einchecken machte mich der nette Kabinensteward darauf aufmerksam, dass im Queens Court, dem Buffet-Restaurant, noch Mittagessen im Angebot war. Da ich mich für die späte Sitzung beim Abendessen entschieden hatte (erst um 20:30 Uhr), war das natürlich ein willkommenes Angebot.

Das Highlight einer jeden Reise ist natürlich immer das Auslaufen. Bei bestem Sonnenschein ging es von Southampton los, ich habe mir die Küste von meiner Balkonkabine angeschaut. Bei dieser Fahrt hatte ich mich für eine B4 entschieden, die einen Balkon hat, der aber metallummantelt ist. Im Stehen kann man sehr schön herausschauen, vom Liegestuhl aus sieht man aber leider nur den (in diesem Fall blauen) Himmel. Hier einige Bilder, die ich von meiner Kabine aus gemacht habe:

Das Abendessen war wie immer ein Genuss, auch wenn es mich etwas verwirrt hat, dass die Gäste am Nebentisch Rosé-Wein zu ihrem Steak geordert haben. Ich überlasse aber jedem seinen Geschmack und orderte lieber einen kräftigen Rotwein zu meinem vorzüglichen Lamm. Den Abend ließ ich dann mit einem guten Buch und der Flasche Begrüßungssekt in meiner Kabine ausklingen.

Was ich am zweiten und dritten Tag noch erlebt habe, verrate ich natürlich auch bald, dann gibt es auch Fotos vom Schiff…